DGB und VDK verlangen Pflegevollversicherung

Foto: Rollstühle im Krankenhaus (über dts Nachrichtenagentur)
Foto: Rollstühle im Krankenhaus (über dts Nachrichtenagentur)

 
 
 

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Nach der Vorstellung der Ergebnisse der „Konzertierten Aktion Pflege“ (KAP) haben der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und der Sozialverband VdK eine Pflegevollversicherung gefordert. Die KAP-Ergebnisse „zeigen einen Weg auf, wie die trotz zahlreicher Leistungsverbesserungen immer noch defizitäre Situation sowohl für die Patienten, als auch für die Pflegekräfte erheblich verbessert werden kann“, sagte DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach der „Neuen Osnabrücker Zeitung“. Dazu gehörten eine bessere Bezahlung des Personals, Vorgaben für den Personalschlüssel und ein Deckel für die Eigenanteile, die die Pflegebedürftigen selbst tragen müssten.

Notwendig sei nun die Klärung, wie die Pflege bezahlbar bleibe: „Langfristig müssen wir aus Sicht der Gewerkschaften in Richtung einer Pflegevollversicherung kommen“, so Buntenbach. Auch VDK-Präsidentin Verena Bentele forderte in der NOZ: „Die geplanten Maßnahmen dürfen den Geldbeutel der Pflegebedürftigen nicht noch mehr belasten.“ Bereits heute seien viele Pflegebedürftige in Pflegeheimen von Sozialhilfe abhängig, weil sie die Pflegekosten nicht aufbringen könnten.

„Die heutigen Ergebnisse verhindern nicht, dass Pflege viele Menschen arm macht. Daher fordert der Sozialverband VdK die Einführung einer Pflegevollversicherung. Dieser große Schritt im System Pflege ist notwendig damit die Kosten für die Pflegebedürftigen nicht weiter steigen.“