Goldregen in Sibirien: 172 Goldbarren plumpsen aus Frachtflugzeug


 
 
 

Das gibt es nur in Russland: Edelmetalle im Wert von über 250 Millionen Euro werden in ein Frachtflugzeug geladen, und dann öffnet sich beim Start die Ladeluke. Ein Goldregen von 172 Barren prasselt auf die Startbahn.

Russland ist derzeit das Land der Flugzeugunglücke und der Flugzeugpannen. Beim neuesten Vorfall am Flughafen Jakutsk kam kein Mensch zu Schaden. Dort wollte ein Frachtflugzeug vom Typ Antonow An-12 starten.

Kaum abgehoben, fiel die Ladeklappe herunter, der Frachtraum öffnete sich und die Ladung fiel heraus. Neun Tonnen Goldbarren waren an Bord. Ein guter Teil prasselte auf die Landebahn. Insgesamt wurden 172 Barren á 20 Kilogramm später wieder eingesammelt, berichtet die „Siberian Times“. Das Flugzeug musste am nahe gelegenen Flughafen Magan notlanden. Jakutsien gilt als kälteste Region Russlands.

Ein Untersuchungsausschuss bestätigte inzwischen, dass fast zehn Tonnen Edelmetall an Bord waren. Neben den Barren soll das Flugzeug noch große Mengen an Platin und Diamanten geladen haben. Der Gesamtwert soll 250 Millionen Euro übersteigen.
Alle Barren geborgen

Stanislav Borodyuk, Leiter des Moskauer Büros des Besitzers Kinross Gold, sagte Interfax: „Die gesamte Ladung wurde geborgen, daher ist das kein Fall für die Versicherung.“ Borodyuk betonte, dass sieben Besatzungsmitglieder und zwei Vertreter seiner Firma an Bord waren und keiner von ihnen verletzt wurde.

Das Flugzeug landete nur zum Tanken in Jakutsk. Es war bei einer Mine in der autonomen Region der Tschuktschen gestartet und auf dem Weg nach Krasnojarsk.

Das kanadische Unternehmen Kinross Gold zählt zu einem der zehn größten Goldminenunternehmen der Welt. Die Firma besitzt Minen und Anlagen in Brasilien, Chile, Ghana, Mauretanien, Russland und den USA. In Russland hält Kinroos Gold drei Viertel der Anteile der Chukota Minengesellschaft, deren Minen liegen im Autonomen Kreis der Tschuktschen.

Das Gebiet befindet sich am äußersten nordwestlichen Ende Russlands gegenüber der Beringstraße. Das Volk der Tschuktschen gehört zu den Ureinwohnern der Region -– etwa 12.000 sollen in der abgelegenen Gegend leben.