Kommunen fordern massive Investitionen in Nahverkehr

Foto: Fahrgäste in einer Straßenbahn (über dts Nachrichtenagentur)
Foto: Fahrgäste in einer Straßenbahn (über dts Nachrichtenagentur)

 
 
 

Berlin (dts Nachrichtenagentur) – Die Kommunen fordern von Bund und Ländern massive Unterstützung bei Investitionen in den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). „Wenn wir die Verkehrswende schaffen wollen, müssen wir klotzen und nicht kleckern“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, dem „Handelsblatt“. Der ÖPNV habe eine „Schlüsselfunktion“, wenn Deutschland seine Klimaschutzziele im Verkehrsbereich erreichen wolle.

„Es besteht dringender Handlungsbedarf auch deshalb, weil die Städte- und Gemeinden im Bereich Straßen- und Verkehrsinfrastruktur einen Investitionsrückstand von mehr als 36 Milliarden Euro haben“, so der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds weiter. Er ließ Sympathien für den Vorstoß der SPD-Bundestagsfraktion erkennen, Fahrten mit Bussen und Bahnen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) preiswerter zu machen und Jahrestickets für 365 Euro anzubieten. Landsberg plädierte für ein bundesweit einheitliches Ticket: „Gerade in einer mobilen Gesellschaft wäre es natürlich ein großer Vorteil, wenn man mit der Jahreskarte beispielsweise aus Bonn auch in allen anderen Städten die Berechtigung zur Nutzung hätte“, sagte er.

Damit dies funktioniere und auch dem Klima nütze, müsse sich aber etwa die Taktung von Bussen und Bahnen verbessern, und es müssten moderne emissionsarme Fahrzeuge angeschafft werden. „Das wird nicht gelingen ohne eine nachhaltige langjährige Investitionsoffensive„, sagte Landsberg dem „Handelsblatt“.