Robbie Williams: „Ich habe eine Krankheit, die mich töten will“

Heroin, Speed, Kokain und Tabletten: Robbie Williams hat so gut wie alles genommen. Am meisten zu schaffen machen ihm aber psychische Probleme, wie der Sänger jetzt zugibt.

Seine Welttournee 2006 musste Robbie Williams abbrechen. Erst später kam heraus, wieso. Wegen seiner schlimmen Tabletten- und Drogensucht ließ sich der Popstar damals in eine Entzugsklinik einliefern. Die letzte Chance, wie er heute sagt. Er sei „24 Stunden entfernt vom Tod“ gewesen, gibt der Sänger jetzt in einem Interview mit der britischen Zeitung „The Sun“ zu.

Robbie Williams vergleicht sich mit George Michael

Aus seinen Dämonen hat Robbie Williams nie ein Geheimnis gemacht. Schon mit 19 habe er gewusst, dass ihm die Drogen zum Verhängnis werden könnten. Seine Zeit in der britischen Boyband Take That war durchzogen von Skandalen, Abstürzen und anschließenden Aufenthalten in diversen Kliniken. Um sein großes Lampenfieber zu stillen, waren ihm alle Mittel recht. Ein Teufelskreis. Im Gespräch mit der „Sun“ vergleicht sich Williams auch mit George Michael, der selber sein Leben lang gegen die Sucht kämpfte und am ersten Weihnachtstag 2016 verstarb. „Mein Leben war eine ähnliche Achterbahnfahrt, ja. Ich vermisse George Michael, ich wünschte, er wäre noch hier“, sagt der 44-Jährige.

Der Sänger leidet unter psychischen Problemen

Am schlimmsten seien für ihn selbst allerdings nicht die Drogen oder die Tabletten, sondern seine Angstzustände. „Ich habe eine Krankheit, die mich töten will, und sie ist in meinem Kopf“, sagt der Entertainer über seine psychischen Probleme. „Wenn ich auf mich alleine gestellt bin, will ich alles sabotieren“, gibt er ehrlich zu. Doch er glaubt, seine mentalen Kämpfe seien nicht nur verantwortlich für seine Abstürze, sondern auch für seine große Bühnenpräsenz. „Mal überwältigt mich das und mal ist es ein Werkzeug, das ich brauche, um auf die Bühne zu gehen. Manchmal bin ich wie beseelt und das ist wunderbar“, erzählt er.

Williams‘ Frau Ayda Field rettete ihn

Dass es ihm heute besser geht, liege vor allem an seiner Frau, der amerikanischen Schauspielerin Ayda Field. Als Williams sie kennen lernte, sei er so high gewesen, dass er „gackerte wie ein Hühnchen“. In einem Interview gab Williams im vergangenen Jahr zu, er hätte sogar Drogen genommen, um sich auf das Date vorzubereiten. „Eine Dealerin, mit der ich damals immer mal wieder schlief, ist vorbeigekommen und hat mir all diese Tabletten gegeben“, sagte er damals. Heute sei er clean. Doch gegen seine inneren Dämonen wird der „Angels“-Star wohl immer kämpfen müssen.