Buschbrand in Australien außer Kontrolle

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Ein Blitzeinschlag und starke Winde – bei sengender Sommerhitze ist daraus in Westaustralien ein unkontrollierter Buschbrand entstanden. Die kleine Ortschaft Yarloop ist weitgehend zerstört.

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Ein außer Kontrolle geratener Buschbrand hat in Westaustralien mindestens 95 Häuser zerstört und hunderte Einwohner in die Flucht getrieben. Drei zunächst vermisste Anwohner meldeten sich am Freitag bei der Polizei. Sie hatten ihre Häuser verlassen.

Die Ortschaft Yarloop 120 Kilometer südlich von Perth war schwer verwüstet, wie die Feuerwehr mitteilte. Dort konnten die Feuerwehrleute mindestens 95 Häuser nicht vor den Flammen schützen. Unter anderem brannte das Gebäude des gerade frisch renovierten 75 Jahre alten Bowling- und Freizeitclubs ab. «Der Brand ist außer Kontrolle, die Zufahrtstraße ist geschlossen», sagte Schatzmeisterin Carolyn Foeken der Deutschen Presse-Agentur.

Das 142 Jahre alte Haus ihrer Nachbarin sei völlig ausgebrannt. Die Bewohner seien nur mit ein paar Anziehsachen davon gekommen. Foeken fürchtete, dass noch mehr der 250 den Flammen zum Opfer gefallen sein könnten. Einwohner, die bis zuletzt versucht hatten, ihrer Häuser zu schützen, mussten mit Hubschraubern gerettet werden. Nach Angaben von Feuerwehrchef Wayne Gregson waren zwei Drittel der Schule, mehrere historische Gebäude, Läden, Fabriken, die Post und das Gebäude der lokalen Feuerwehr abgebrannt.

Auch die Region Waroona in der Nähe war von den Flammen bedroht. Einwohner flüchteten in die Notunterkunft im Murray-Freizeitzentrum in der Ortschaft Pinjarra. Freiwillige lieferten Decken und Lebensmittel für die Gestrandeten dort ab.

Die Feuerwehr geht davon aus, dass der Brand am Mittwoch durch einen Blitzeinschlag entfacht worden war. Durch starke Winde breiteten sich die Flammen rasch aus. In Australien ist Hochsommer, die Temperaturen liegen in der Region um die 35 Grad. Rund 50 000 Hektar Buschland brannten ab.