Ai Weiwei zeigt Flüchlings-Doku beim Filmfest Venedig

Mit der Flüchtlingskrise beschäftigt sich der chinesische Künstler schon länger. Nun stellt er beim ältesten Filmfest der Welt dazu auch eine Dokumentation vor.

Der chinesische Künstler Ai Weiwei stellt an diesem Freitag eine Dokumentation über die derzeitige Flüchtlingskrise beim Filmfest Venedig vor. «Human Flow» ist eine deutsche Ko-Produktion und konkurriert mit 20 weiteren Beiträgen um die Hauptpreise des Wettbewerbs. Für die Dokumentation drehte Ai Weiwei ein Jahr lang in mehr als 20 Ländern, darunter Griechenland, Mexiko, Syrien und Deutschland.

Der 60-jährige Ai Weiwei wurde als Künstler in seiner kommunistischen Heimat bekannt, aber auch als Regimekritiker, Aktivist und Verfechter der Menschenrechte. 2012 wurde er in China fast drei Monate lang verschleppt, 2015 bekam er schließlich seinen Reisepass zurück und reiste nach Deutschland aus. Ai Weiwei lebt mittlerweile in Berlin.

Mit der Flüchlingskrise beschäftigt er sich schon länger und zeigte dazu 2016 auch in Florenz die Schau «Ai Weiwei. Libero». Es ist das erste Mal, dass der Künstler im Wettbewerb eines der wichtigsten Filmfestivals vertreten ist.

Die Preise bei den Festspielen Venedig werden am 9. September vergeben. Die höchste Auszeichnung ist der Goldene Löwe für den besten Film. Wann «Human Flow» in Deutschland in die Kinos kommen wird, ist noch unbekannt.