Alice Schwarzer verrät ihr Männerideal

Alice Schwarzer hat einer Zeitung Auskunft über ihr Männerideal gegeben: „Eher jungenhaft als muskulöse Mannsbilder“. Und sie erzählt, dass ihr Großvater ihr gezeigt habe, „dass auch Männer Menschen sein können – wenn sie wollen“.

Die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer verrät ihr Männerideal: Sie möge „lieber jungenhafte Männer als muskulöse Mannsbilder“, so Schwarzer. Generell sei der ideale Mann „einfach ein Mensch“. Ihrem Großvater, der für sie ihre „soziale Mutter“ gewesen sei, verdanke sie die Erkenntnis, „dass auch Männer Menschen sein können – wenn sie nur wollen“.

Das erklärte die Emma-Gründerin dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstag) kurz vor ihrem 75. Geburtstag am Sonntag.

Gleichzeitig ist sie nicht traurig, keine eigenen Kinder zu haben. Selbst nicht Mutter geworden zu sein, habe sie in ihrem Leben „nicht eine Sekunde lang bedauert“. Ihre feministische Zeitschrift „Emma“ – sie nannte sie einmal ihr „Kind“ – gäbe es selbstverständlich nicht, wenn sie Nachwuchs gehabt hätte, „denn das war lange ein 24-Stunden-Job. Aber ich muss zugeben: Großmutter wäre ich doch ganz gerne“, fügte Schwarzer hinzu.

Als ihre größte Genugtuung im Rückblick auf ihren Einsatz für Frauenrechte bezeichnete Schwarzer, „dass ich in den 50 Jahren viel beitragen konnte zur Ermutigung von Frauen – und auch von Männern, die keine Machos sein wollen“.