Beobachter sollen Dialog über Lage in Venezuela begleiten

Der Dialog zwischen der venezolanischen Regierung und der Opposition soll von befreundeten Ländern beobachtet werden. Zu der Gruppe gehörten Mexiko, Chile, Bolivien und Nicaragua, teilte der dominikanische Präsident und Vermittler Danilo Medina am Donnerstag nach sechsstündigen Gesprächen zwischen den Konfliktparteien mit. Am 27. September wollten sich Vertreter der Regierung und der Opposition zu weiteren Gesprächen in Santo Domingo treffen.

Nach Monaten der Konfrontation hatte sich der venezolanische Präsident Nicolás Maduro zu einem Dialog mit den Regierungsgegnern bereit erklärt. Die Opposition stellte allerdings Bedingungen. Sie fordert die Freilassung der politischen Gefangenen, einen Zeitplan für Wahlen und die Rückgabe der Kompetenzen an das vor kurzem entmachtete Parlament.

Bei den Proteste gegen Maduro kamen in diesem Jahr bereits mehr als 120 Menschen ums Leben. Der Präsident hatte zuletzt eine linientreue Verfassungsgebende Versammlung wählen lassen, die das von der Opposition dominierte Parlament entmachtete. Zahlreiche Staaten werfen Maduro vor, eine Diktatur zu errichten. Zudem leidet das ölreichste Land der Welt unter einer schweren Wirtschaftskrise.