BVB Dortmund: Beim Thema Schürrle wird Watzke sehr deutlich

André Schürrle ist der teuerste Kauf der BVB-Geschichte. Um den WM-Helden von 2014 ist aber alle Euphorie verflogen. Klubchef Watzke findet klare Worte: Schürrle solle seine Herangehensweise hinterfragen.

30 Millionen Euro zahlte Borussia Dortmund 2016 für Andrè Schürrle an den VfL Wolfsburg, teurer war bis heute kein BVB-Spieler. Gelohnt hat sich diese Investition nicht. Der Angreifer konnte sich nie in die Stammelf spielen, war zudem oft verletzt und äußerste über seinen Berater Ingo Haspel zuletzt Wechselgedanken.

Klubchef Hans Joachim Watzke kann die Vorgehensweise durchaus verstehen. Es sei grundsätzlich nicht zu beanstanden, wenn sich ein Berater öffentlich äußere, sagte Watzke in einem Exklusiv-Interview mit der WELT.

Wie bei Mario Götze und Pierre-Emerick Aubameyang wird Watzke in diesem Gespräch auch im Fall Schürrle sehr deutlich: „Ganz offen und ehrlich gesagt: Beide Seiten sind – Stand jetzt – noch nicht zufrieden.“

Schürrle absolvierte für den BVB in eineinhalb Saisons erst 19 Bundesligaspiele, nur neun Mal stand er in der Startelf und erzielte zwei Tore. Dortmund ist nach Mainz, Leverkusen, Chelsea und Wolfsburg seine fünfte Profistation, schon in England und beim VfL lief es nicht nach Wunsch.

Für Watzke ein Indiz, dass Schürrle und seinem Umfeld Fehler zuallererst bei sich suchen sollten. Berater Haspel sollte „vielleicht auch ein bisschen Ursachenforschung betreiben“, sagte Watzke. „Woran liegt es, dass es nicht funktioniert? Es scheint ja nicht nur bei uns in Dortmund bis jetzt nicht funktioniert zu haben.“

Vielmehr würden Schürrle beim BVB alle Brücken gebaut werden: „Er hat alle Möglichkeiten, er wird immer wieder die Chance bekommen, sich zu zeigen. Aber in letzter Konsequenz muss er das sportlich lösen.“