Easyjet-Maschine landet in Köln zwischen – und wird evakuiert

(FILES) This file photo taken on May 19, 2015 shows an Airbus plane of British low cost airline EasyJet as it takes off under heavy cloud in Geneva. Budget carrier EasyJet said on January 6, 2017, that it transported a record 74.5 million passengers last year thanks to low oil prices and full planes, but it slipped further behind industry leader Ryanair. / AFP PHOTO / FABRICE COFFRINI

Eine Easyjet-Maschine ist außerplanmäßig in Köln zwischengelandet. 151 Passagiere mussten das Flugzeug über Notrutschen verlassen. Ein Rucksack wurde gesprengt.

An Bord einer Easyjet-Maschine hat es offenbar ein „verdächtiges Gespräch“ gegeben – was den Piloten dazu veranlasste, außerplanmäßig in Köln/Bonn zu landen. Nach Angaben der Polizei wurde ein Rucksack nach der Landung kontrolliert gesprengt.

Die Maschine war nach Angaben des Flughafens Köln/Bonn auf dem Weg von Ljubljana in Slowenien nach London. Während des Flugs sei der Pilot über eine verdächtige Situation an Bord informiert worden und habe sich entschlossen, zwischenzulanden, hieß es in der Mitteilung des Flughafens.

Die 151 Passagiere hatten demnach die Maschine nach der problemlosen Landung über die Notrutschen verlassen. Anschließend wurden sie in den Transitbereich gebracht. Die Fluggäste seien unmittelbar nach der Landung von der Polizei kontrolliert und befragt worden, hieß es. Wann sie ihre Reise fortsetzen können, war zunächst unklar.

Der Flugbetrieb wurde um 19 Uhr auf Anordnung der Polizei unterbrochen. Kurz vor 22 Uhr wurde der Flughafen für Starts wieder freigegeben. Zehn Flüge waren in der Zeit umgeleitet worden, 20 Abflüge hätten sich verspätet, hieß es in der Mitteilung.

Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben „wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat“. Fluggäste hätten mitbekommen, „dass mehrere Männer sich über terroristische Inhalte unterhalten“, sagte ein Polizeisprecher laut der Nachrichtenagentur AFP. Zudem habe es Hinweise auf einen verdächtigen Rucksack gegeben, der diesen Männern zugeordnet wurde.

Der verdächtige Rucksack wurden von Entschärfern der Bundespolizei untersucht und kontrolliert gesprengt. Was sich darin befand, war zunächst noch unklar. Drei Verdächtige wurden von der Kriminalpolizei in Köln vernommen.

Die Zeugenvernehmungen und die Durchsuchung des Flugzeugs dauerten bis in die Nacht. Für die Durchsuchung der Maschine nach möglichen weiteren verdächtigen Gegenständen forderte die Kölner Polizei Spürhunde auch aus anderen Orten an.