Ego-Zoff bei PSG „Dani Alves ist die Schlampe von Neymar“

Der Streit zwischen den PSG-Stars Neymar und Cavani schlägt immer höhere Wellen. Diego Forlan attackiert Neymars Kumpel Dani Alves. Der schlägt zurück – dahinter steckt eine alte Feindschaft.

Die Stimmung beim Wiedersehen war eisig. Nach zwei trainingsfreien Tagen trafen die offensichtlich zerstrittenen PSG-Stars Neymar und Edinson Cavani am Donnerstag erstmals wieder aufeinander. Während Beobachter der Trainingseinheit berichteten, dass sie peinlich genau darauf achteten, einander aus dem Weg zu gehen, heizten zwei andere Stars den Zwist weiter an.

Zunächst attackierte Diego Forlan, früherer Torjäger von Atletico Madrid und Manchester United, PSG-Verteidiger Dani Alves. „Er ist ist die Schlampe von Neymar“, tönte Forlan, der jahrelang zusammen mit Cavani in der Nationalmannschaft Uruguays gespielt hatte: „Es ist ein Problem zwischen Neymar und Cavani, solche Dinge passieren in allen Mannschaften. Was aber überhaupt keinen Sinn gemacht hat, war das Verhalten von Alves.“

Beim Spiel gegen Lyon (2:0) war es in zwei Szenen zum offenen Zwist zwischen Cavani und Neymar gekommen: Einen Freistoß in aussichtsreicher Siuation hatte der Uruguayer schießen wollen. Doch Alves hatte den Ball dem ebenfalls interessierten Neymar überlassen. Wenig später hatte der Brasilianer einen Elfmeter schießen wollen, doch Cavani hatte die Kugel nicht rausgerückt und verschossen.

Forlan attackiert Alves

Anschließend sollen in der Kabine so sehr die Fetzen geflogen sein, dass 222-Millionen-Mann Neymar inzwischen den Verkauf seines Mannschaftskameraden gefordert haben soll.

Nach der heftigen Attacke von Forlan meldete sich am Donnerstagabend Alves zu Wort. „Ich weiß nicht, welches Spiel du gesehen hast“, giftete er in Richtung des 38-Jährigen: „Aber zu deiner Information: Ich habe niemandem den Ball geklaut. Das Gegenteil war der Fall. Mir wurde er weggenommen.“ Überhaupt sei er der vorgesehene Freistoßschütze von PSG. Alves’ klare Botschaft an Forlan: „Halte deinen Mund und höre auf, Schande über meinen Namen zu verbreiten.“

Zwei Brasilianer gegen zwei Uruguayer – diese Rivalität der beiden Nationen hat im Fußball eine lange Tradition. Brasiliens Pleite bei der Heim-WM 1950 gegen Uruguay gilt bis heute als eine der größten Niederlagen der „Selecao“ überhaupt.

Die Fortsetzung dieses Konflikts spielt in der französischen Hauptstadt. Am Wochenende spielt Spitzenreiter Paris in der Liga gegen Montpellier, am Mittwoch folgt der Champions-League-Kracher gegen den FC Bayern.