Ein Fest für Silvester

KINA - Ein Fest für Silvester Das Foto zeigt eine Darstellung des Heiligen Silvesters in einem Kirchenfenster im Kölner Dom, aufgenommen am 27. November 2015 in Köln, Nordrhein-Westfalen. Silvester wird noch heute als Heiliger verehrt. Foto: Stefanie Paul/dpa ACHTUNG Honorarfrei nur für Bezieher der dpa-Nachrichten für Kinder +++(c) dpa - Nachrichten für Kinder+++

Von Stefanie Paul, dpa

Er lebte vor sehr langer Zeit und war damals Chef der katholischen Kirche. Noch heute kennt jeder seinen Namen. Er hieß Silvester. Was hat er mit dem Fest zu tun?

 KINA - Ein Fest für Silvester Das Foto zeigt eine Darstellung des Heiligen Silvesters in einem Kirchenfenster im Kölner Dom, aufgenommen am 27. November 2015 in Köln, Nordrhein-Westfalen. Silvester wird noch heute als Heiliger verehrt. Foto: Stefanie Paul/dpa ACHTUNG Honorarfrei nur für Bezieher der dpa-Nachrichten für Kinder +++(c) dpa - Nachrichten für Kinder+++

KINA – Ein Fest für Silvester
Das Foto zeigt eine Darstellung des Heiligen Silvesters in einem Kirchenfenster im Kölner Dom, aufgenommen am 27. November 2015 in Köln, Nordrhein-Westfalen. Silvester wird noch heute als Heiliger verehrt. Foto: Stefanie Paul/dpa ACHTUNG Honorarfrei nur für Bezieher der dpa-Nachrichten für Kinder +++(c) dpa – Nachrichten für Kinder+++

Köln (dpa) – Ach, das wäre doch nicht nötig gewesen! So ein schönes Essen habt ihr vorbereitet. Und ein buntes Feuerwerk steht auch schon bereit. Alles nur wegen mir? Das ist aber aufmerksam.

Aber was sagst du da: Das ist gar nicht für mich? Ihr feiert Silvester? Na hör mal, ich bin doch Silvester!

Gestatten, mein Name ist Silvester der Erste. Vor rund 1700 Jahren war ich Papst in der Stadt Rom. Ich war also Chef der katholischen Kirche. Noch heute verehren mich viele Menschen als Heiligen. Und der 31. Dezember trägt meinen Namen. Das ist mein Gedenktag. Denn an diesem Tag bin ich gestorben. Das war im Jahr 335. Also vor sehr langer Zeit.

Dass das Silvester-Fest meinen Namen trägt, hat übrigens mit einem anderen Papst zu tun. Innozenz war sein Name. Denn der Jahreswechsel wurde nicht immer am 31. Dezember gefeiert. Das ist erst seit rund 300 Jahren so. Damals bestimmte dieser Papst, dass das alte Jahr an diesem Datum endet. Zumindest für die Christen. So kam das Silvester-Fest zu seinem Namen. Ähm, genauer gesagt: zu meinem Namen!

Wann ich genau geboren wurde oder wie meine Kindheit war, daran kann ich mich kaum erinnern. Dafür ist das auch alles viel zu lange her! Aber es gibt abenteuerliche Geschichten über mich.

Zum Beispiel soll ich den römischen Kaiser Konstantin von einer sehr schlimmen Krankheit geheilt haben. Anschließend soll ich den Kaiser sogar getauft haben! Das wäre bestimmt ein Spaß gewesen. Aber das ist wohl nur eine Legende. Auch die Fachleute konnten bis heute keinen Beweis finden, dass es wirklich so war.

Aber die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Konstantin soll über seine Heilung so dankbar gewesen sein, dass er mir und der Kirche ein riesiges Geschenk machte: Er soll mir die Stadt Rom und das ganze Abendland geschenkt haben! Das bedeutet, der Papst hätte plötzlich ein riesiges Reich und jede Menge Macht gehabt.

Ein paar Hundert Jahre später tauchte sogar ein Dokument auf, in dem genau diese Schenkung niedergeschrieben war. Das Problem: Das Dokument war gefälscht! Die ganze Geschichte war erfunden. Das haben die Menschen damals ziemlich schnell durchschaut. Heute nennt man diese Urkunde deshalb die «Konstantinische Fälschung». Ihr könnt mir glauben: Mit dieser Mauschelei hatte ich nichts zu tun.