Ermittler wollen sich zu Fund von Babyleichen in Bayern äußern

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Für den Notarzt muss es ein Schock gewesen sein: Er fährt zu einem Einsatz – und findet in dem Wohnhaus mehrere Babyleichen. Noch liegen die Umstände der grausigen Entdeckung im Dunkeln. Am Vormittag will sich die Staatsanwaltschaft äußern.

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Noch sind viele Fragen offen: Nach dem Fund mehrerer Babyleichen in Oberfranken will sich nach Polizeiangaben am Vormittag die Staatsanwaltschaft zu dem Fall äußern. So war zunächst unklar, um wie viele tote Babys es sich handelt. Ebenso blieb offen, wie lange sie schon tot sind und wer in dem Haus wohnt, in dem sie am späten Donnerstagnachmittag gefunden wurden. Die sterblichen Überreste der Säuglinge waren bei einem Notarzteinsatz in einem Anwesen in Wallenfels im Norden Bayerns gefunden worden.

Kripo und die Staatsanwaltschaft Coburg nahmen Ermittlungen auf, Spurensicherung und Rechtsmediziner waren im Einsatz. Die Leichen wurden am späten Donnerstagabend abtransportiert.

In der Nacht blieb es weitgehend ruhig in dem Ort, der Einsatz war offiziell in den Abendstunden beendet worden. Eine Obduktion sollte weitere Fakten liefern.

In den vergangenen Jahren sorgten Funde von Babyleichen in Deutschland immer wieder für Aufsehen. So machte nur einen Tag zuvor ein Mann im ebenfalls bayerischen Landshut einen schrecklichen Fund: Er entdeckte im Kofferraum des Autos seiner Tochter eine Babyleiche in einem Plastiksack. Die Ermittler gehen davon aus, dass die 22-Jährige ihre Schwangerschaft verheimlicht und den Säugling nach der Geburt getötet hat.