Estland hofft auf mehr militärische Unterstützung durch USA und Nato

Estland erhofft sich vom Besuch von US-Vizepräsident Mike Pence an diesem Sonntag in Tallinn mehr militärische Unterstützung der USA und eine weitere Stärkung der Nato-Ostflanke. Dies sagte Regierungschef Jüri Rates der Zeitung «Eesti Päevaleht». Dem Bericht nach will Estland auf Unterstützung bei der Luftverteidigung und die Stationierung von Flugabwehrraketen im Baltikum drängen. Das Nato-Mitglied Estland grenzt wie seine Nachbarstaaten Lettland und Litauen direkt an Russland und sorgt sich angesichts des anhaltenden Ukrainekonflikts um seine Sicherheit.

Der US-Vizepräsident will in Tallinn am Montag auch mit den Staatschefs der drei baltischen Staaten  zusammenkommen und Soldaten des in Estland stationierten Nato-Bataillons treffen. Danach soll er nach Georgien und Montenegro weiterreisen.

Die USA hatten für das Luftmanöver «Tobruq Legacy 2017» im Juli erstmals Patriot-Raketen vorübergehend nach Litauen verlegt. Bei einem Besuch der Militärübung in der vergangenen Woche sprach sich auch die litauische Staatspräsidentin Dalia Grybauskaite für eine permanente Stationierung von Flugabwehrsystemen im Baltikum aus.