Grippeschutzimpfung: Dreifachimpfstoff wirkt nicht zuverlässig

Grippe 2018: Der Dreifachimpfstoff wirkt kaum gegen einen verbreiteten Grippevirus
Grippe 2018: Der Dreifachimpfstoff wirkt kaum gegen einen verbreiteten Grippevirus

Wer sich gegen Grippe impfen lässt, hofft auf einen guten Schutz vor Influenzaviren. In der aktuellen Saison zeigt der weit verbreitete Dreifachimpfstoff jedoch Schwächen.

Hohes Fieber, Schüttelfrost, Halsschmerzen und Husten: Eine Grippe ist unangenehm – und kann im Einzelfall einen schweren Verlauf nehmen. Eine Grippeschutzimpfung kann vor einer Ansteckung schützen. In dieser Saison zeigt der aktuelle Dreifachimpfstoff gegen Grippe jedoch Schwächen. Das erklärte eine Sprecherin des Robert-Koch-Instituts gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

„Mehr als die Hälfte der bisher nachgewiesenen Influenza-Fälle wurde durch Influenza-B-Viren der Yamagata-Linie verursacht, die nicht in dem Dreierimpfstoff enthalten sind“, so die RKI-Sprecherin. Im Vierfachimpfstoff dagegen gebe es eine solche Komponente.

Für die andere Hälfte der derzeit zirkulierenden Grippeerreger passt nach Angaben der RKI-Sprecherin aber auch der Dreifachimpfstoff ganz gut. Das Verhältnis der verschiedenen Grippeerreger und damit auch die Passgenauigkeit des Impfstoffs könnten sich außerdem im Verlauf der Saison noch ändern.

Der aktuelle Dreifachimpfstoff soll vor zwei Virusvarianten vom Typ A sowie einer vom Typ B schützen. Daneben gibt es noch einen Vierfachimpfstoff, der einen weiteren B-Typen enthält. Der Schutz kann so etwas breiter ausfallen – vorausgesetzt, der zusätzliche Typ kursiert überhaupt.