«Härtestes Ballonrennen der Welt» in Gladbeck erwartet

ballonNormal gilt: Wer als Erster ins Ziel geht, hat das Rennen gewonnen. Beim Ballonrennen in Gladbeck gewinnt, wer möglichst viele Kilometer zurücklegt – und die können schon mal in die Tausende gehen.

Ballon-Fans blicken in diesen Tagen dem laut Veranstalter «härtesten Ballonrennen der Welt» entgegen. 24 Teams aus aller Welt wollen dann vom Gladbecker Ballonstartplatz mit ihren Gasballons zum Gordon-Bennett-Cup abheben.

Bei der Ballonfahrer-WM, die nach dem sportbegeisterten US-Zeitungsverleger James Gordon Bennett jr. (1841-1918) benannt ist, geht es aber nicht um Schnelligkeit. Sieger werde vielmehr jenes Team, welches die weiteste, direkte Luftlinie zurücklege, erklärt Mitorganisator Sebastian Eimers, Sohn des vierfachen Cup-Gewinners Wilhelm Eimers.

Den Weiten-Rekord stellten 2005 die Belgier Bob Berben und Benoît Siméons auf, die vom US-amerikanischen Albuquerque aus gut 3400 Kilometer durch die Luft fuhren. Am längsten in der Luft, nämlich 92 Stunden und elf Minuten, blieben die Deutschen Wilhelm Eimers und Bernd Landsmann, nachdem sie 1995 im schweizerischen Wil gestartet waren.

Am Donnerstagabend (15. September) wird der Cup von Lokalpolitikern und 500 geladenen Gästen im Gasometer Oberhausen offiziell eröffnet. Schirmherrin ist Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Wann dann die Ballons ins Rennen starten, ist allerdings unklar: Nach bisheriger Planung soll der Beginn am Freitag (16. September) sein. Doch die Wettervorhersage bereitet den Fahrern und Organisatoren Sorgen, der Start könnte sich verzögern. «Ballonsport ist stark witterungsabhängig», erklärt Eimers. «Zwar vertragen Gasballone und vor allem die Teilnehmer des härtesten Ballonrennens der Welt auch Witterungsumstände, die etwas komplizierter sind, allerdings sollte die Großwetterlage schon gut sein.»

Sobald die Ballons dann in der Luft sind, sollen ihre Wege über die Internetseite des Wettbewerbs live zu verfolgen sein.