Heynckes will keinen Druck auf Torwart Neuer ausüben

Brüssel – Jupp Heynckes wird beim FC Bayern München kein übereiltes Comeback von Fußball-Nationaltorhüter Manuel Neuer anstreben. «Er bekommt von mir keinen Druck», sagte der Trainer des deutschen Rekordmeisters vor dem Champions-League-Spiel am Mittwoch beim RSC Anderlecht. Dort wird der am Mittelfuß verletzte Kapitän Neuer wie in den vergangenen Wochen von Sven Ulreich vertreten.

Der 31-jährige Neuer musste im September nach einem dritten Mittelfußbruch in diesem Jahr operiert werden. Er geht noch an Krücken. Ursprünglich war eine Rückkehr des Weltmeisters zu Beginn des neuen Jahres anvisiert worden. «Ich weiß aber nicht, ob er zum Rückrundenstart schon wieder zur Verfügung steht», sagte der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge nun während der aktuellen Auslandsreise der Bayern.

Neuers Genesung sei im Zeitplan, versicherte Heynckes. Der Trainer betonte jedoch, dass er seine Profis schütze. Bei ihm kehre kein Spieler in den Wettkampfbetrieb zurück, ehe er nach einer Verletzung nicht die Reha durchlaufen habe und wieder vollkommen fit sei.

Unter Zugzwang steht der Bundesliga-Spitzenreiter auch deswegen nicht, weil der 29-jährige Ulreich seinen Job im Tor zuletzt bestens erledigte. Der Ersatzmann von Neuer genießt das Vertrauen von Heynckes. «Ich hoffe, dass ich auch in den nächsten Spielen, bis Manuel zurückkommt, der Mannschaft helfen kann», erklärte Ulreich.