«Höllische» Hitze am Balkan – 40 Grad in Belgrad

Eine tagelange Hitzewelle hält Südosteuropa fest im Griff. Die serbische Hauptstadt Belgrad erlebte mit 40 Grad Celsius am Samstag den heißesten 5. August seit 130 Jahren. In vielen Städten am Balkan zeigte das Thermometer bereits um 8.00 Uhr früh mehr als 30 Grad. Meteorologen riefen als höchste Stufe den roten Wetteralarm aus und erwarteten am Sonntag in Bosnien Höchstwerte von 43 Grad. Zu Wochenbeginn werde es eine kurze Verschnaufpause mit Werten von knapp über 30 Grad geben, bevor eine neue Hitzewelle anrücke, hieß es.

«Höllisch vom frühen Morgen an», schrieb die Zeitung «Vijesti» in Montenegro an der südlichen Adria. Die Stromwirtschaft des Landes warnte, alle vier Hochspannungsleitungen, die die Küstengebiete mit Hunderttausenden Urlaubern versorgten, seien «an die Grenze ihrer Möglichkeiten» gestoßen. Ein großflächiger Stromausfall sei möglich. Auch in Kroatien warnten die Behörden die Menschen, die Sonne zu meiden, und riefen den «roten Alarm» aus.

Die Landwirte zogen eine erste Bilanz der Hitzeschäden. Beim wichtigen Mais und bei der Sojabohne könnten die Einbußen bis zu 60 Prozent ausmachen, berichteten serbische Medien.