IG Metall weitet Warnstreiks deutlich aus

Die IG Metall will mit weiteren Warnstreiks am Dienstag den Druck auf die Arbeitgeber der Metall- und Elektrobranche nochmal deutlich erhöhen. Bundesweit soll eine dreistellige Zahl an Betrieben kurzzeitig bestreikt werden, wie die regionalen Gewerkschaftsbezirke mitteilten. Schwerpunkt wird Nordrhein-Westfalen, wo die IG Metall Warnstreiks in 143 Betrieben ankündigte.

Von den Streiks betroffen sind unter andererem Werke von Fahrzeugherstellern wie Daimler, BMW und MAN sowie Zulieferer wie Bosch, Schäffler und Continental. Außerdem sollen Beschäftigte von Siemens und ThyssenKrupp die Arbeit niederlegen. Am Streikauftakt am Montag nahmen nach Gewerkschaftsangaben etwa 9000 Beschäftigte teil.

Die Gewerkschaft fordert für die 3,9 Millionen Beschäftigten der Branche einen Lohnzuwachs von sechs Prozent sowie die Wahlmöglichkeit einer zeitlich begrenzten 28-Stunden-Woche. Beschäftigte mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen sollen dafür einen teilweisen Lohnausgleich bekommen.

Die Arbeitgeber lehnen diese Forderung als illegal ab, weil sie eine Ungleichbehandlung hervorrufe gegenüber Beschäftigten, die bereits in Teilzeit sind. Die Arbeitgeber haben in den ersten beiden Verhandlungsrunden zwei Prozent mehr Lohn geboten und fordern, mehr Beschäftigte länger als 35 Stunden einsetzen zu dürfen.