«Krieg – eine Spurensuche»: Ausstellung in Halle

Landesmuseum Halle zeigt Krieg dpatopbilder Besucher einer Vorbesichtigung stehen am 05.11.2015 im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle/Saale (Sachsen-Anhalt) vor einem Massengrab der Schlacht bei Lützen (1632) aus dem Dreißigjährigen Krieg. Das Grab ist ein Höhepunkt der neuen Sonderausstellung unter dem Titel "Krieg - eine archäologische Spurensuche". Insgesamt werden rund 900 Exponate von der Steinzeit bis zum Dreißigjährigen Krieg gezeigt. Die Ausstellung wird am Abend eröffnet. Foto: Hendrik Schmidt/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Zerstörung, Tod und Flucht bringt er mit sich: Der Geschichte des Krieges widmet das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle eine Ausstellung.

Landesmuseum Halle zeigt Krieg dpatopbilder Besucher einer Vorbesichtigung stehen am 05.11.2015 im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle/Saale (Sachsen-Anhalt) vor einem Massengrab der Schlacht bei Lützen (1632) aus dem Dreißigjährigen Krieg. Das Grab ist ein Höhepunkt der neuen Sonderausstellung unter dem Titel "Krieg - eine archäologische Spurensuche". Insgesamt werden rund 900 Exponate von der Steinzeit bis zum Dreißigjährigen Krieg gezeigt. Die Ausstellung wird am Abend eröffnet. Foto: Hendrik Schmidt/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Landesmuseum Halle zeigt Krieg
dpatopbilder Besucher einer Vorbesichtigung stehen am 05.11.2015 im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle/Saale (Sachsen-Anhalt) vor einem Massengrab der Schlacht bei Lützen (1632) aus dem Dreißigjährigen Krieg. Das Grab ist ein Höhepunkt der neuen Sonderausstellung unter dem Titel „Krieg – eine archäologische Spurensuche“. Insgesamt werden rund 900 Exponate von der Steinzeit bis zum Dreißigjährigen Krieg gezeigt. Die Ausstellung wird am Abend eröffnet. Foto: Hendrik Schmidt/dpa +++(c) dpa – Bildfunk+++

Zerstörung, Tod und Flucht bringt er mit sich: Der Geschichte des Krieges widmet das Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle eine Ausstellung. «Wir zeigen, warum gibt es Krieg und seit wann gibt es Krieg», erklärt der Landesarchäologe Harald Meller am Donnerstag zu der Ausstellung, die von Freitag an für das Publikum geöffnet ist. Unter dem Titel «Krieg – eine archäologische Spurensuche» werden rund 900 Exponate gezeigt.

Im Mittelpunkt steht das Massengrab von Lützen. Hier wurden 47 namenlose Soldaten nach einer der blutigsten Schlachten des Dreißigjährigen Krieges am 6. November 1632 beerdigt. Das rund zwei Tonnen schwere Grab mit den außen sichtbaren Skeletten wird erstmals öffentlich gezeigt.

«Es steht für die Sinnlosigkeit des Krieges, als Antikriegsdenkmal», sagte Meller. «Das waren keine Helden. Die Untersuchungen der Skelette ergab, dass sie Hunger litten», sagte er über die Soldaten. Der Jüngste war 14 und der älteste Soldat 50 Jahre alt. Fast alle kamen aus der Gegend, die heute bei Halle und Leipzig liegt.

In der Ausstellung ist auch das schon damals ausgestopfte Pferd des Anführers des kaiserlichen Heeres, Herzogs Albrecht von Wallenstein (1583-1634), zu sehen. Dazu Sattel, Kragen und Degen. Von seinem Gegner, dem Schwedenkönig Gustav II. Adolf (1594-1632), ist die Reitjacke aus Elchleder und der Degen ausgestellt. Der König fiel bei der Schlacht von Lützen.

Die Ausstellung wird bis zum 22. Mai 2016 in Halle gezeigt.