Modekette C&A soll offenbar an chinesische Investoren verkauft werden

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Die Eigentümer der Textilkette C&A gehören zu den reichsten Familien Europas. Angeblich planen sie, das 1841 gegründete Unternehmen an Investoren aus China zu verkaufen.

Unter Berufung auf Angaben aus Insiderkreisen hieß es, der Deal stehe demnach kurz vor dem Abschluss. C&A wollte die Information auf Anfrage des Nachrichtenmagazins weder bestätigen noch dementieren.

Die Cofra-Holding AG, Mutter der Textilkette mit Sitz in der Schweiz, ließ in einer schriftlichen Antwort auf die Frage nach einem möglichen Verkauf mitteilen: „Der andauernde Umbau von C&A beinhaltet auch das Ausloten verschiedener Wege, um in Wachstumsmärkten wie China und im Digitalen Fahrt aufzunehmen und kann potentiell auch Partnerschaften und andere Arten von zusätzlichen, externen Beteiligungen beinhalten.“

Weiter heißt es in dem Statement: „Daher hat jede C&A-Region Möglichkeiten der Expansion mit einer Reihe von Parteien sondiert und wird das auch weiterhin, im Rahmen der Transformationsstrategie, tun.“

Das Unternehmen steht wegen der wachsenden Konkurrenz durch Fast-Fashion-Ketten wie H&M und Primark, aber auch durch die Online-Konkurrenz wirtschaftlich stark unter Druck. Der Umsatz von C&A in Deutschland lag im Geschäftsjahr 2016/2017 bei rund 2,6 Milliarden Euro. Genauere Zahlen zur wirtschaftlichen Entwicklung gibt das Familienunternehmen nicht bekannt.

Ex-Rewe-Vorstand Alain Caparros übernahm im Sommer 2017 die Geschäfte bei C&A, um das angestaubte Traditionshaus in die Zukunft zu führen. Davor hatte Ex-Europa-Chef Philippe Brenninkmeijer mehrfach einen Kulturwandel des Familienunternehmens gefordert.