Nach halluzinogenen Einfluss: Kanadier tötet Briten bei Schamanenritual

Schamane des Stammes der Oroken
Schamane des Stammes der Oroken
Schamane des Stammes der Oroken

Ein Schamanenritual mit Touristen hat in Peru ein blutiges Ende genommen. Ein Kanadier stehe im Verdacht, in der Nähe von Iquitos einen Briten – mutmaßlich im Ayahuasca-Rausch – getötet zu haben, erklärte die Polizei am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Sie bestätigte damit Medienberichte. Der 29-jährige Täter habe das 26 Jahre alte Opfer unter dem halluzinogenen Einfluss des Ayahuasca-Getränks am Mittwochabend mit einem Messer erstochen, der Kanadier sei festgenommen worden.

Zeugen erklärten, der Kanadier habe in Selbstverteidigung gehandelt, nachdem der Brite ihn angegriffen habe, wie die Zeitung «El Comercio» am Freitag berichtete. Beide Männer befanden sich in einem von zwei Australiern geführten spirituellen Zentrum im Amazonas-Urwald, das zehntägige Ayahuasca-Erfahrungen für 1200 Dollar (1100 Euro) anbietet.

Ayahuasca ist ein aus Lianen und anderen Urwaldpflanzen zubereitetes Getränk, das von Amazonas-Bewohnern in rituellen Zeremonien getrunken wird, um einen Trance-Zustand zu erreichen. Seit Jahren begeben sich auch Reisende aus Europa und Nordamerika nach Peru, Kolumbien und Brasilien, um an diesen Ritualen teilzunehmen. Veranstalter behaupten oft, Ayahuasca-Zeremonien könnten bei dem Versuch helfen, von Drogen loszukommen.