Neues aus der Szene

Hollywood-Star Waltz wirbt für Sigmund-Freud-Museum

Wien (dpa) – Geld sammeln für die berühmteste Couch der Welt: Hollywood-Star Christoph Waltz (61) wirbt für die Crowdfunding-Kampagne des Sigmund-Freud-Museums in Wien. Das Haus müsse als Kulturgut erhalten bleiben, sagt der zweifache Oscar-Preisträger in einem Video am ehemaligen Schreibtisch von Sigmund Freud (1856-1939). Sein eigener Großvater war als Psychoanalytiker im Arbeitskreis von Freud tätig. Die ehemalige Wirkungsstätte des Begründers der Psychoanalyse ist stark sanierungsbedürftig. Um das Haus in der Berggasse 19 bis 2020 an internationale Standards heranzuführen, suchen die Betreiber nun Unterstützung. Ursprünglich stammte Freud als Sohn eines verarmten Wollhändlers aus dem kleinen Ort Friedberg in Mähren. Sein Leben und Schaffen wird jedoch stets mit Wien in Verbindung gebracht. Dort führte er seine Praxis, in der die Patienten auf einer Couch ihre Geschichten erzählten. 1938 musste Freud wegen seines jüdischen Glaubens vor den Nazis nach London fliehen. (Crowd-Funding-Kampagne: http://dpaq.de/ih1mI / Infos zum Projekt: http://dpaq.de/CYww9)

Monströse Weihnachten mit John Lewis

London (dpa) – Ein schnarchendes Monster unter dem Bett würde so manchem schlaflose Nächte bescheren. Pünktlich vor der großen Bescherung aber sorgt ein kuscheliges Monster namens Moz im neuen Weihnachts-Werbespot der britischen Kaufhauskette John Lewis für Vergnügen. Die John-Lewis-Werbung wird von den Briten jedes Jahr mit Spannung erwartet, denn das Kaufhaus hat sich mit seinen kreativen Filmen einen guten Namen erworben. Diesmal inszenierte der französische Regisseur und Drehbuchautor Michel Gondry, der 2005 einen Oscar für «Vergiss mein nicht!» erhielt, den Film. Die Titelmelodie ist «Golden Slumbers», ein Beatles-Song aus dem Album «Abbey Road», neu eingespielt von der Rockband Elbow. Seit der Veröffentlichung von «MozTheMonster» wurde der Film schon millionenfach in den sozialen Netzwerken angeschaut. (Werbespot: http://dpaq.de/daXZ3)

Nicht mehr nur für Nackedeis: Japans Onsen-Bäder gehen mit der Zeit

Tokio (dpa) – Es gehört für Liebhaber Japans zu den schönsten Kultur-Erlebnissen im Land der aufgehenden Sonne: ein Besuch in einem der unzähligen Onsen, wie die von natürlichen heißen Quellen gespeisten Bäder in Nippon heißen. Normalerweise legt man in einem Onsen, von denen die meisten heutzutage nach Geschlechtern getrennt sind, vor dem Betreten des Bades seine Kleidung ab. Doch vor dem Hintergrund der wachsenden Zahl an ausländischen Touristen gibt es inzwischen immer mehr Onsen, in denen man Badekleidung tragen kann, wie die Zeitung «Yomiuri Shimbun» zu berichten weiß. Sie besteht zum Beispiel aus einer kurzen Hose oder einem Einteiler und kann vor Ort gemietet werden. Manche Ausländer scheuten sich, nackt in ein öffentliches Bad zu gehen. Aber auch Menschen, die eine Operation hatten und ihre Narben nicht zeigen wollten, wolle man Onsen-Besuche ermöglichen, hieß es. Auch öffentlich einsehbare und neuere gemischte Onsen verlangen Badekleidung, was in normalen Onsen unerwünscht ist.

Umstrittene Blätter: Kratom wird als Tee in New Yorker Cafés verkauft

New York (dpa) – Große Hilfe oder gefährliche Droge? Cafés in New York bieten Tee aus Blättern des südostasiatischen Kratombaums an, der beruhigend bis euphorisierend wirkt. Die Blätter werden auch zur Schmerzbehandlung und beim Opioid-Entzug eingesetzt. «Kratom hilft Leuten, die auf Drogenentzug sind», sagt Matt Gliva, Kellner im Café Brooklyn Kava. «Es mildert die Entzugssymptome.» Ein Getränk kostet umgerechnet rund 10 Euro. Der Wirkstoff ist aber umstritten: 2016 wollte die US-Drogenbehörde DEA Kratom auf denselben Index setzen wie Heroin, LSD und Ecstasy. In einigen US-Staaten ist die Substanz mittlerweile illegal. Im Juli und August starben in Florida und New York zwei 27-Jährige – beide an einer Kratom-Überdosis. (Brooklyn Kava: www.brooklynkava.com)

Laden in New York erfreut 90er-Jahre-Nostalgiker

New York (dpa) – Knallpinke Wände, Boy-Band-Poster und eine glitzernde Discokugel: Ein Laden im New Yorker Szene-Viertel East Village lässt die Herzen von Fans der 90er Jahre höher schlagen. «Es ist ein Liebesbrief an die Vergangenheit», sagte Gründerin Amanda Dolan. Sie leitet «Spark Pretty», der zunächst als Online-Shop begann, mit ihrer besten Freundin Meagan Colby. Für Nostalgie-Liebhaber gibt es seit einigen Wochen Secondhand-Kleidung, Kuscheltiere von Alf bis zu den Dinos, Spice-Girls-Puppen, Addams-Family-Brettspiel und ein «Beverly Hills 90210»-Parfüm. Quietschbunte Troll-Figuren gibt es schon für rund zwei Dollar (etwa 1,70 Euro), maßgefertigte, schmuckverzierte Jacken können dagegen bis zu 1200 Dollar kosten. (Spark Pretty: http://www.sparkpretty.com)

Riesige Sushi-Rollen aus Soho

London (dpa) – Sushi ist lecker, aber traditionell ein wenig unpraktisch zum Mitnehmen. Das dachten sich auch die Gründer des neuen Fast-Food-Restaurants Inigo, das im Londoner Stadtteil Soho faustgroße, zylinderförmige Sushi-Rollen zum Mitnehmen verkauft. Die Rollen werden per Lötlampe gewärmt und nur mit nachhaltigen Materialien verpackt. Weitere Geschäfte in London sind in Planung. (Website von Inigo: https://www.inigofoods.com)

«Disneyland» für Feinschmecker – in Italien öffnet neuer Themenpark

Bologna (dpa) – Ein Erlebnispark für Feinschmecker soll noch mehr Touristen in eine der kulinarischen Hauptstädte Italiens locken. Auf dem fast 100 000 Quadratmeter großen Grundstück eines ehemaligen Großmarktes am Rande von Bologna wurden dafür 45 Restaurants, Bars und Cafés errichtet. Besucher können in dem von lokalen Medien als «Disneyland für italienisches Essen» getauften Themenpark aber auch einkaufen und Weinproben machen, es gibt ein Theater und ein Konferenz-Zentrum. Ministerpräsident Paolo Gentiloni sagte am Mittwoch bei der Eröffnung, das «FICO Eataly World» spiegele die «extraordinäre Qualität unseres Landes» wider. Ausgedacht hat sich den Themenpark Unternehmer Oscar Farinetti, dessen Luxus-Supermarktkette «Eataly» von Italien bereits nach Deutschland, in die USA, nach Katar und Japan expandiert ist. Die Erwartungen sind hoch: Sechs Millionen Besucher jährlich sollen kommen. Im Vergleich: Das Kolosseum in Rom zählt 6,4 Millionen im Jahr. (FICO Eataly World: https://www.eatalyworld.it)