Opec diskutiert Öl-Förderziele

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Die Ölminister der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) zeigen trotz des Ölpreis-Tiefs offenbar wenig Bereitschaft, die Förderung innerhalb des Kartells einzuschränken. Zu Beginn der halbjährlichen Sitzung am Freitag in Wien sagte der irakische Ölminister Adil Abd al-Mahdi, die Organisation sei nicht allein dafür verantwortlich, mit Produktionskürzungen die niedrigen Preise wieder zu steigern.

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Die Ölminister der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) zeigen trotz des Ölpreis-Tiefs offenbar wenig Bereitschaft, die Förderung innerhalb des Kartells einzuschränken. Zu Beginn der halbjährlichen Sitzung am Freitag in Wien sagte der irakische Ölminister Adil Abd al-Mahdi, die Organisation sei nicht allein dafür verantwortlich, mit Produktionskürzungen die niedrigen Preise wieder zu steigern: «Opec sollte den Preis dafür nicht allein zahlen.» Andere Länder würden dann ihre Förderung erhöhen.

Während Verbraucher und Industrie von sinkenden Preisen auch für Benzin, Diesel oder Heizöl profitieren, geraten viele Ölländer und der Rohstoffsektor weiter unter Druck. «Wir sind sicher, dass der Markt sich selbst regulieren wird», sagte der Energieminister der Vereinigten Arabischen Emirate, Suhail Mohamed al-Masroui.

Die Ölpreise sind derzeit extrem niedrig und in der Nähe der Tiefstände der Wirtschaftskrise in den Jahren 2008 und 2009. Grund dafür ist ein Überangebot auf dem Welt-Ölmarkt.

Das Kartell aus 12 Mitgliedstaaten hat sich selbst ein offizielles Förderziel von 30 Millionen Barrel (je 159 Liter) pro Tag gesetzt. Zuletzt lag die tatsächliche Produktion jedoch deutlich darüber. Damit will die Opec Marktanteile – unter anderem gegen starke US-Produzenten – verteidigen. Indonesien soll zudem als 13. Mitglied der Staatengruppe wiederaufgenommen werden.