Russische Urlauber müssen ohne Gepäck aus Ägypten nach Hause fliegen

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Moskau/Kairo (dpa) – Die in Ägypten gestrandeten russischen Urlauber müssen beim Rücktransport in die Heimat zunächst auf ihr Gepäck verzichten. «Die Touristen aus Russland werden ohne Koffer nach Hause gebracht», sagte der Chef der Tourismusbehörde, Oleg Safonow, am Samstag in Moskau. Lediglich Handgepäck sei erlaubt.

Berichten zufolge deuten immer mehr Hinweise darauf hin, dass ein Anschlag – möglicherweise eine an Bord versteckte Bombe – den Airbus A321 der sibirischen Airline Kolavia vor einer Woche zum Absturz gebracht haben könnte. Bei dem Unglück kamen 224 Menschen ums Leben. Kremlchef Wladimir Putin hatte am Freitag sämtliche Flüge zwischen Russland und Ägypten einstellen lassen.

Die russische Tourismusbehörde geht inzwischen davon aus, dass rund 80 000 russische Urlauber in Ägypten festsitzen. Mehrere Airlines schickten für den Rücktransport der Menschen leere Maschinen in das Land am Nil.

Eine Aeroflot-Maschine mit 86 Passagieren an Bord hatte am Samstagmorgen den Flughafen Kairo in Richtung Moskau verlassen. Eigentlich seien 199 Menschen auf die Maschine gebucht gewesen, sagte ein Flughafensprecher. Die übrigen Reisenden hätten sich aber geweigert einzusteigen, weil sie wegen der erhöhten Sicherheitsmaßnahmen ausschließlich Handgepäck hätten mitnehmen dürfen.

Um das in Ägypten zurückgebliebene Gepäck soll sich der Zivilschutz kümmern. Die Behörde teilte der Agentur Tass zufolge mit, sie schicke Transportflugzeuge in die ägyptischen Badeorte Scharm el Scheich und Hurghada.