Russisches Manöver: Putin gibt Feuerbefehl für Interkontinentalraketen

Russland hat nach Angaben des Präsidialamtes vier atomwaffenfähige Langstreckenraketen im Rahmen einer Übung getestet.

– Präsident Wladimir Putin habe den Test persönlich beaufsichtigt, berichtete die russische Nachrichtenagentur Interfax.

– Es kamen land- und luftgestützte ballistische Raketen sowie Raketen von U-Booten zum Einsatz.

Bei einer Übung des Militärs hat der russische Präsident persönlich den Befehl für den Abschuss von vier Interkontinentalraketen gegeben. Oberbefehlshaber Wladimir Putin habe die gemeinsame Übung der Raketentruppen der Luftwaffe sowie der Nord- und der Pazifik-Flotte persönlich überwacht, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow der Agentur Tass zufolge.

Die russischen Truppen schossen bei der Übung vom Donnerstag nach Angaben des Verteidigungsministeriums drei mit Nuklearsprengköpfen bestückbare Interkontinentalraketen von Atom-U-Booten aus ab. Zwei flogen über Tausende Kilometer aus dem Ochotskischen Meer am Rande des Pazifiks auf einen Übungsplatz im Nordwesten Russlands. Eine flog in entgegengesetzter Richtung.

Ein weiteres Geschoss vom Typ Topol wurde vom militärisch genutzten Kosmodrom Plessezk in Nordrussland abgefeuert. Sie habe ein Ziel im Übungsgebiet Kura auf der Halbinsel Kamtschatka Tausende Kilometer entfernt getroffen. Beide Orte sind rund 5700 Kilometer voneinander entfernt. Die Übung sei planmäßig verlaufen, hieß es aus Moskau.

Mehrere schwere Kampfjets vom Typ Tupolew Tu-160, Tu-95MS und Tu-22M3 seien zudem an der Übung beteiligt gewesen, wie Tass weiter berichtete. Demnach feuerten sie Marschflugkörper auf Ziele in den Übungsgebieten Kura, Pemboi und Terekta in Kasachstan ab.

Peskow ergänzte, die Übung habe der Überprüfung des strategischen Atomwaffenarsenals gedient. Im September hatte ein großes russisch-weißrussisches Manöver Polen und andere osteuropäische Länder alarmiert, die nun Nato-Mitglieder sind.