Russland setzt Stalin-Opfern ein Denkmal

Russland setzt den Opfern des sowjetischen Terrors ein zentrales Denkmal in der Hauptstadt Moskau. Die monumentale «Mauer der Trauer» des Bildhauers Georgi Franguljan soll am kommenden Montag enthüllt werden. Am 30. Oktober wird in Russland jedes Jahr der Opfer politischer Verfolgung unter den Sowjets gedacht. Die Mauer wird in einem Jahr historischer Jubiläen aufgestellt: 100 Jahre nach der Doppelrevolution von Februar und Oktober 1917, außerdem 80 Jahre nach dem Höhepunkt des Terrors unter Sowjetdiktator Josef Stalin 1937.

Es sei gut, dass der Staat das Denkmal errichte, auch wenn es widersprüchlich bleibe, sagt die Historikerin Irina Schtscherbakowa von der Menschenrechtsorganisation Memorial. «Es ist ein Denkmal für die Opfer. Doch man umgeht die Frage, wer die Täter waren», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.