Schwarzer Montag: Chinas Wirtschaft reißt Börsen in den Abgrund

Börse

 

Die chinesische Wirtschaft hat weiter an Schwung verloren. Den zehnten Monat in Folge ging die industrielle Aktivität der zweitgrößten Volkswirtschaft im Dezember zurück. Der Einkaufsmanagerindex (PMI) des Wirtschaftsmagazins «Caixin» fiel nach Angaben vom Montag von 48,6 auf 48,2 Punkte. Damit liegt der Wert weiter deutlich unter der Grenze von 50, was auf eine Kontraktion der industriellen Fertigung hindeutet.

Analysten hatten eigentlich eine Beruhigung oder sogar eine Verbesserung der Lage erwartet. Mit den Daten für Dezember war der Index, der besonders die Stimmung in den Chefetagen kleiner und mittelgroßer privater Industrieunternehmen berücksichtigt, in sieben der vergangenen acht Monate rückläufig.

«Das zeigt, dass die Kräfte für eine wirtschaftliche Erholung auf Hürden gestoßen sind und die Wirtschaft vor einem größeren Risiko einer Abschwächung steht», sagte der Chefökonom He Fan von «Caixin». Nach der Zinserhöhung in den USA seien jetzt größere Fluktuationen auf den globalen Märkten zu erwarten. Die chinesische Regierung müsse den externen Risiken größere Aufmerksamkeit schenken.

Die Börse in Tokio ist angesichts schlechter Konjunkturdaten in China mit hohen Verlusten in das neue Handelsjahr gestartet. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte brach am Montag um 582,73 Punkte oder 3,06 Prozent auf 18 450,98 Zähler ein. Damit sackte der Nikkei auf den tiefsten Stand seit fast zehn Wochen. Der breit gefasste Topix büßte um 37,63 Punkte oder 2,43 Prozent auf den Stand von 1509,67 Zählern ein.