Schweres Unwetter legt Frankfurt lahm

Ein schweres Gewitter, Starkregen und orkanartige Böen ziehen über Frankfurt/Main. Der Schienenverkehr in der Region ruht, die Arbeit auf Deutschlands größtem Flughafen wurde eingestellt.

Starkregen und Sturmböen haben den Verkehr im Raum Frankfurt am Dienstagnachmittag zeitweise lahmgelegt. Wegen des schweren Unwetters wurde der Bahnverkehr am Nachmittag für rund eine halbe Stunde ausgesetzt. Auch auf dem Vorfeld des Frankfurter Flughafens ruhte die Arbeit. Es kam zu Verspätungen und Ausfällen.

Die Frankfurter Feuerwehr berichtete von etwa 180 Einsätzen wegen des Unwetters im Stadtgebiet. Neben der Berufsfeuerwehr waren auch Freiwillige Feuerwehren im Einsatz. Es gehe vor allem um umgestürzte Bäume und Wasser in Gebäuden. Laut Feuerwehr gab es keine Verletzten.

Der Zugverkehr wurde im Raum Frankfurt um 14.47 Uhr gestoppt, wie ein Bahnsprecher sagte. Der Frankfurter Hauptbahnhof war vorübergehend gesperrt. Um 15.20 Uhr sei der Bahnverkehr dann wieder langsam angerollt. Bis zum Regelbetrieb dauerte es aber eine Weile.

Am Flughafen war der Betrieb vorübergehend eingestellt. Flugzeuge, die noch in der Luft waren, hatten nach Aussage eines Sprechers zwar noch die Möglichkeit, in Frankfurt zu landen. Sie wurden dort aber nicht abgefertigt, um die Vorfeldmitarbeiter auf dem größten deutschen Verkehrsflughafen nicht zu gefährden.

Auf seiner Website warnte der Flughafenbetreiber Fraport, es könne witterungsbedingt zu einzelnen Flugausfällen kommen. Passagieren wurde geraten, sich mit ihren Airlines in Verbindung zu setzen und frühzeitig anzureisen. Nach ersten Informationen gab es mehr als 50 Annullierungen sowie zahlreiche Verspätungen.

Umgestürzte Bäume, Wasser in Gebäuden

Die Frankfurter Feuerwehr berichtete via Kurznachrichtendienst Twitter zunächst von etwa 160 Einsätzen wegen des Unwetters. Dabei handele es sich vor allem um umgestürzte Bäume und Wasser in Gebäuden. Berichte über Verletzte oder größere Schäden lagen zunächst nicht vor.

Die Zahl der Einsätze erhöhte sich laut Feuerwehr auf rund 230. Die Abarbeitung werde einige Zeit in Anspruch nehmen. Zudem veröffentlichte sie eine Bitte: „Beseitigen Sie kleine Wassermengen selbst, und halten Sie die Notrufleitungen frei.“ Neben den Kräften der Berufsfeuerwehr seien 20 Freiwillige Feuerwehren im Einsatz.

Der Zugverkehr wurde im Raum Frankfurt um 14.47 Uhr gestoppt, wie ein Bahnsprecher sagte. Um 15.20 Uhr sei er dann wieder langsam angerollt. Bis man wieder im Regelbetrieb sei, werde es aber noch eine Weile dauern. Über Schäden sei ihm bislang nichts bekannt, sagte der Sprecher.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte für das Rhein-Main-Gebiet eine amtliche Unwetterwarnung der Stufe drei im vierstufigen Warnsystem herausgegeben. Voraussichtlich bis 16 Uhr müsse mit schwerem Gewitter, orkanartigen Böen und Starkregen gerechnet werden, hieß es.