Schweres Zugunglück im Norden – Gutachter sucht Ursache

Bahn rammt zwei Autos Ein zerstörtes Auto liegt am 07.11.2015 in Tarp (Schleswig Holstein) an einem Bahnübergang neben den Gleisen. Ein Güterzug hatte an dem Übergang zwei Autos gerammt. Eines der Fahrzeuge sei bei dem Unfall in Tarp nahe Flensburg 50 Meter weit mitgeschleift worden, teilte die Bundespolizei mit. Zwei Menschen seien schwer verletzt worden. An dem Bahnübergang fanden nach Angaben eines Bundespolizei-Sprechers Bauarbeiten statt. Foto: Sebastian Iwersen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Ein 500 Meter langer Güterzug rammt in Tarp an einem Bahnübergang zwei Autos. Zwei Schwerverletzte stecken in ihren völlig demolierten Fahrzeugen fest. Die Ermittler rätseln über die Ursache des Unglücks.

 

Bahn rammt zwei Autos Ein zerstörtes Auto liegt am 07.11.2015 in Tarp (Schleswig Holstein) an einem Bahnübergang neben den Gleisen. Ein Güterzug hatte an dem Übergang zwei Autos gerammt. Eines der Fahrzeuge sei bei dem Unfall in Tarp nahe Flensburg 50 Meter weit mitgeschleift worden, teilte die Bundespolizei mit. Zwei Menschen seien schwer verletzt worden. An dem Bahnübergang fanden nach Angaben eines Bundespolizei-Sprechers Bauarbeiten statt. Foto: Sebastian Iwersen/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
Bahn rammt zwei Autos
Ein zerstörtes Auto liegt am 07.11.2015 in Tarp (Schleswig Holstein) an einem Bahnübergang neben den Gleisen. Ein Güterzug hatte an dem Übergang zwei Autos gerammt. Eines der Fahrzeuge sei bei dem Unfall in Tarp nahe Flensburg 50 Meter weit mitgeschleift worden, teilte die Bundespolizei mit. Zwei Menschen seien schwer verletzt worden. An dem Bahnübergang fanden nach Angaben eines Bundespolizei-Sprechers Bauarbeiten statt. Foto: Sebastian Iwersen/dpa +++(c) dpa – Bildfunk+++

Nach einem schweren Zugunglück in Schleswig-Holstein ist die genaue Ursache noch unbekannt. «Das klärt ein Gutachter», sagte ein Sprecher der Polizei in Flensburg. Ergebnisse gebe es derzeit noch nicht. Bis in die Nacht waren Rettungskräfte damit beschäftigt, Trümmer einzusammeln. Fachleute reparierten die Bahnstrecke. «Das Gröbste ist erledigt», sagte der Sprecher am Sonntagmorgen weiter.

Ein Güterzug hatte in Tarp im Kreis Schleswig-Flensburg zwei Autos gerammt. Die beiden Fahrer mussten am Samstagabend schwer verletzt aus ihren Wagen geborgen werden. Ein Pkw sei 50 Meter mitgeschleift worden, teilte die Bundespolizei mit. Das Unglück passierte an einem Bahnübergang, an dem nach Angaben von Bundespolizei-Sprecher Hanspeter Schwartz gebaut wurde. Die Bahnschranke war zum Zeitpunkt des Unglücks vermutlich geöffnet. Andere Fahrzeuge seien zuvor über den Übergang gefahren, hieß es.

Der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag berichtet, dass kurz vor 18.00 Uhr zunächst ein Personenzug in Richtung Schleswig den Bahnübergang ohne Probleme passiert habe. Da habe mit den Schranken alles geklappt. Kurz darauf kam der über 500 Meter lange Güterzug aus dem Norden. Etwa 300 Meter vor dem Bahnübergang sei eine Kurve, sagte der Sprecher. Der Zug sei vermutlich mit normal hoher Geschwindigkeit um die Kurve und dann auf den Bahnübergang zugefahren, wo er die Autos rammte. Der Lokführer erlitt bei dem Unfall einen Schock.

An einem Wagen mussten die Rettungskräfte das Dach abtrennen, um den Fahrer zu bergen. Das andere Auto lag noch Stunden nach dem Unglück kopfüber zwischen den Bahngleisen. Auch aus diesem Auto musste der Fahrer gerettet werden. Beide Schwerverletzten kamen in umliegende Krankenhäuser.

In den vergangenen Tagen hatte es mehrere Unfälle an Bahnübergängen gegeben. Ebenfalls am Samstag war im niedersächsischen Lastrup eine Regionalbahn mit dem Anhänger eines Sattelzugs kollidiert, der auf den Gleisen stand. Die Lokführerin, ein Fahrgast und ein Zugbegleiter wurden nach Angaben der Polizei leicht verletzt.

Erst Donnerstag war ein Regionalzug in Bayern auf einem Bahnübergang in einen Schwertransporter gerast, der Lokführer und der Fahrer des Lastwagens starben. 18 Menschen wurden verletzt.