Terroranschlag in New York – Alle Fakten in Kürze

Ein Mann steuert einen Wagen in New York über einen Fußgänger- und Fahrradweg, acht Menschen sterben, elf werden verletzt, darunter eine Deutsche. Der Fahrer wurde offenbar identifiziert. Alle Informationen in der Übersicht.

Die Tat: Am Dienstagnachmittag gegen 15 Uhr steuerte ein Mann einen gemieteten Pick-up-Truck auf einen Fußgänger- und Fahrradweg im Südwesten Manhattans. Er überfuhr und rammte mehrere Menschen. Auf Höhe der Chambers Street direkt vor einer High School in der Nähe des World Trade Centers kollidierte der Truck mit einem Schulbus und kam zum Stehen. Der Mann stieg aus und hielt zwei Waffen in die Luft. Später stellte sich heraus, dass es sich um ein Paintball- sowie ein Luftgewehr handelt, beides ungefährlich. Ein Polizist schoss dem Mann in den Bauch, er wurde festgenommen und in ein Krankenhaus gebracht. Die Behörden stufen die Tat als Terrorakt ein.

Der Täter: Der Fahrer des Wagens wurde laut Medienberichten als Sayfullo Saipov aus Usbekistan identifiziert und ist 29 Jahre alt. Eine offizielle Bestätigung der Behörden steht noch aus. Der Mann stammt demnach nicht aus New York sondern aus Tampa, Florida. Laut „New York Times“ erklärten Behörden, dass er 2010 legal in die USA einreiste und als Inhaber einer Greencard ein sogenannter „permanent resident“ war. Das ist eine Vorstufe zur US-Staatsbürgerschaft. Er soll in der Vergangenheit in Kontakt mit den örtlichen Behörden gekommen sein – allerdings im Zusammenhang mit einer Untersuchung, die keine Verbindung zu den aktuellen Ereignissen hat.

Zustand der Opfer: Sechs Menschen starben noch am Tatort, zwei erlagen im Krankenhaus ihren Verletzungen. Elf weitere Menschen wurden nach Angaben der Feuerwehr in Kliniken behandelt. Sie haben demnach schwere, aber nicht lebensbedrohliche Verletzungen erlitten.

Herkunft der Opfer: Fünf der Opfer stammen aus Argentinien, wie das Außenministerium in Buenos Aires mitteilte. Sie waren demnach gemeinsam nach New York gereist. Das Ministerium veröffentlichte ihre Namen. Unter den Toten ist zudem eine Belgierin. Weitere Details zu den Opfern, etwa ihr Alter, gab es noch nicht. Die Nationalitäten der übrigen beiden Todesopfer waren ebenfalls zunächst nicht bekannt. Deutsche Todesopfer gibt es laut Auswärtigem Amt nicht. Aber eine deutsche Staatsangehörige wurde verletzt.

Das Motiv: Bisher deutet alles auf einen islamistischen Anschlag hin. Laut Polizeibeamten rief der Mann „Allahu Akbar“, arabisch für „Gott ist groß“, als er aus dem Auto stieg. Das könnte auf einen radikalislamischen Hintergrund hindeuten. Laut „New York Times“ haben Beamte handschriftliche Notizen in arabisch nahe des Wagens gefunden, die eine Verbindung zum IS nahelegen, direkte Beweise oder ein Bekenntnis des IS gibt es allerdings nicht. Ermittler betrachten den Täter als einen „inspirierten“ Angreifer.