Tote bei Hubschrauberabsturz in der Slowakei – vermutlich Migranten

Wartende Flüchtlinge ARCHIV - Flüchtlinge warten am 09.11.2015 in einem Zelt vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) in Berlin auf ihre Registrierung. In dem Amt in Berlins Turmstraße können Flüchtlinge sich Registrieren lassen oder erste Unterstützungsleistungen erhalten. Foto: Kay Nietfeld/dpa (zu dpa «Steigende Flüchtlingszahlen beschäftigen Berliner Justiz» vom 13.11.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Ein wahrscheinlich mit Migranten besetzter Hubschrauber fliegt riskante Manöver, um nicht von der Grenzpolizei gesehen zu werden. Mindestens sieben Menschen sterben beim Absturz.

 Wartende Flüchtlinge ARCHIV - Flüchtlinge warten am 09.11.2015 in einem Zelt vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) in Berlin auf ihre Registrierung. In dem Amt in Berlins Turmstraße können Flüchtlinge sich Registrieren lassen oder erste Unterstützungsleistungen erhalten. Foto: Kay Nietfeld/dpa (zu dpa «Steigende Flüchtlingszahlen beschäftigen Berliner Justiz» vom 13.11.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Wartende Flüchtlinge
ARCHIV – Flüchtlinge warten am 09.11.2015 in einem Zelt vor dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) in Berlin auf ihre Registrierung. In dem Amt in Berlins Turmstraße können Flüchtlinge sich Registrieren lassen oder erste Unterstützungsleistungen erhalten. Foto: Kay Nietfeld/dpa (zu dpa «Steigende Flüchtlingszahlen beschäftigen Berliner Justiz» vom 13.11.2015) +++(c) dpa – Bildfunk+++

Beim Absturz eines ukrainischen Hubschraubers im Osten der Slowakei sind mindestens sieben Menschen ums Leben gekommen. Es sei nicht auszuschließen, dass sich die Opferzahl weiter erhöht, teilte das Innenministerium in Bratislava am Freitagabend mit. Die slowakische Polizei vermute einen Transport illegaler Migranten über die EU-Außengrenze, sagte Ministeriumssprecher Ivan Netik der Deutschen Presse-Agentur.

Innenminister Robert Kalinak hatte zuvor mitgeteilt, der Hubschrauber vom Typ Mi-2 sei schon am Mittwoch beim illegalen Überfliegen der Grenze beobachtet worden. Um nicht von den slowakischen Grenzschützern entdeckt zu werden, sei der Hubschrauber wohl trotz schlechter Sicht in der Nacht bei Nebel sehr niedrig geflogen und habe dabei zu riskante Manöver absolviert. «Wie man sieht, schrecken Schmuggler oder Menschenschleuser vor nichts zurück», sagte Kalinak. Das Wrack mit sechs Leichen wurde erst am Freitag gefunden. Eine siebente Leiche wurde erst mehrere Stunden später entdeckt. Die Trümmer des Hubschraubers seien in einem schwer zugänglichen Gelände mit Bäumen und einem Fluss verstreut, hieß es seitens der Polizei.

Nach Informationen der ukrainischen Grenzpolizei sollten sich an Bord des Hubschraubers vermutlich zwei Ukrainer und zumindest vier Personen aus Südostasien, darunter zwei Frauen, befunden haben. Die Grenze zur Slowakei sei bereits am 11. November um vier Uhr früh überquert worden. Das slowakische Innenministerium wiederum äußerte sich zu den Toten vorsichtiger: Angaben zu den Passagieren seien schwierig, weil die Leichen durch den Absturz extrem entstellt seien.

Noch nicht völlig ausgeschlossen bleibt für die slowakische Polizei auch die anfangs als wahrscheinlicher erachtete Version, dass der Hubschrauber im Auftrag von Zigarettenschmugglern unterwegs war. Seit Jahren beobachtet man im ukrainisch-slowakischen Grenzgebiet Schmugglerbanden, die auf teils abenteuerliche Weise die Grenze überqueren, um große Mengen an Zigaretten in die EU zu bringen. Erst im September kam ein Mann bei der missglückten Notlandung eines Kleinflugzeugs ums Leben. Auch mehrere Tunnel unter der Grenze wurden bereits entdeckt.