Umfrage: Die Jamaika-Parteien verlieren an Zustimmung

Keine gute Vorzeichen für Jamaika: Union, Grüne und FDP verlieren in einer aktuellen Umfrage in der Gunst der Wähler. Die Sozialdemokraten, die derzeit die Oppositionsrolle favorisieren, können dagegen profitieren.

Zwei Wochen nach der Bundestagswahl sinkt einer Umfrage zufolge die Zustimmung der Bürger für die Parteien einer Jamaika-Koalition. Union, Grüne und FDP verlieren im Vergleich zur Vorwoche jeweils einen Zähler, wie das Emnid-Institut für die „Bild am Sonntag“ ermittelte.

CDU/CSU kommen nun auf 32 Prozent, die FDP erreicht zehn Prozent und die Grünen neun Prozent.

Leicht profitieren kann die SPD. Sie steigt auf 22 Prozent (plus 1). Die AfD liegt nach wie vor bei zwölf Prozent, die Linke bleibt unverändert bei zehn Prozent. Auf die sonstigen Parteien entfallen fünf Prozent (Plus 2).

Eine Mehrheit von 52 Prozent glaubt, dass eine Jamaika-Koalition gut für die Umwelt sein wird. 34 Prozent glauben das nicht. 14 Prozent waren sich unsicher oder machten keine Angabe.

Für den Sonntagstrend hat das Meinungsforschungsinstitut Emnid zwischen dem 28. September und dem 4. Oktober 1490 repräsentativ ausgewählte Personen befragt. Für die Umwelt-Umfrage wurden am 5. Oktober 500 repräsentativ ausgewählte Personen befragt.

Unbehagen vor Jamaika-Gesprächen

Derweil geht die Kritik an den Koalitionsgesprächen weiter. Der neue CSU-Landesgruppenchef im Bundestag, Alexander Dobrindt, warnte vor „linken Spinnereien“ in den anstehenden Gesprächen mit den Grünen auf dem Weg zu einem Jamaika-Bündnis.
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„Nur weil jetzt die Unionsparteien, die FDP und die Grünen zusammensitzen, ist das noch kein Garant dafür, dass wir alles das, was an linken Ideologien in diesem Land gedacht wird, zurückdrängen können“, sagte Dobrindt beim „Deutschlandtag“ der Jungen Union am Samstag in Dresden.

Angesichts der Kritik über das enttäuschende Wahlergebnis der Union und Zweifel an der geplanten Jamaika-Koalition hat Angela Merkel zudem einen Sonderparteitag der CDU zugesagt.