Verdächtiger nach Bombenexplosion mit vielen Verletzen in Taiwan

Der Sprengsatz explodierte während der Fahrt in der Regionalbahn. Unter den Schwerverletzten ist ein Verdächtiger. Fingerabdrücke an der Rohrbombe deuten auf den Mann hin. Das Motiv ist unklar.

epaselect epa05413171 A Taiwanese police officer stands guard at the entrace after an explosion at Songshan train station in Taipei, Taiwan, 07 July 2016. According to news reports, the number of injured passengers might be up to 13 or 20, with some of them being sent to hospital by ambulance. Ongoing investigation is being conducted to find the cause of the explosion. EPA/RITCHIE B. TONGO +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Bei der Explosion einer Rohrbombe in einem Regionalzug in Taipeh sind mehr als zwei Dutzend Passagiere verletzt worden. Die Bahnpolizei in der taiwanesischen Hauptstadt sah am Freitag keinen terroristischen Hintergrund. Ein 55-Jähriger, der schwer verletzt wurde, wird verdächtigt, den Sprengsatz selbst gezündet zu haben.

Fingerabdrücke von der Rohrbombe und einer zurückgelassenen roten Tasche am Tatort deuteten darauf hin, dass der Mann hinter dem Verbrechen steckt, wie die Nachrichtenagentur CNA unter Hinweis auf die Polizei berichtete. Das Motiv der Tat ist unklar.

Die Explosion geschah am Donnerstagabend kurz vor der Einfahrt in die Metrostation Songshan. Der Sprengsatz war aus einem 47 Zentimeter langen Rohr gebastelt worden. Mindestens 25 Passagiere erlitten Verbrennungen oder Rauchvergiftungen. Fünf seien schwer verletzt, berichtete die Polizei. Der Zustand eines Verletzten sei kritisch.

«Wir haben Terrorismus vorläufig ausgeschlossen und behandeln es als einen sporadischen größeren Kriminalfall», sagte der Bahnsprecher. In der Rohrbombe sei Schwarzpulver wie in einem Feuerwerk gefunden worden. Augenzeugen hätten einen schwarz gekleideten Verdächtigen beobachtet. Der Zug war von Hsinchu bei Taipeh auf dem Weg in die nordtaiwanesische Stadt Keelung.