Wie Vorlesen Kinder beeinflusst – Studie wird vorgestellt

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Wie viele Eltern in Deutschland lesen ihren Kindern regelmäßig vor? Und was macht das mit dem Nachwuchs? Eine Studie der Stiftung Lesen will darauf Antworten geben.

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Einschlaf-Ritual, Freizeitspaß oder Bildungsmaßnahme der Eltern – Vorlesen kann für Kinder viele Funktionen haben. Aber beeinflusst es auch ihre schulischen Leistungen? Oder sogar ihr Sozialverhalten? Das will eine Studie der Stiftung Lesen klären, die an diesem Montag (10.30 Uhr) in Berlin vorgestellt wird.

Bereits in den vergangenen Jahren hatten Erhebungen einen positiven Effekt regelmäßigen Vorlesens auf Kinder nachgewiesen. Aus der Vorlesestudie des vergangenen Jahrs geht aber auch hervor, dass das nicht allen zuteilwird: Rund 30 Prozent der deutschen Eltern lesen ihren Kindern demnach selten oder nie vor.

Die Vorlesestudie 2015 ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stiftung Lesen, der Wochenzeitung «Die Zeit» und der Deutsche Bahn Stiftung. Den Angaben zufolge ist sie repräsentativ für Familien und Kinder im Vorlesealter. Im Fokus steht in diesem Jahr auch die Frage, ob der Bildungsgrad der Eltern Einfluss darauf hat, ob und wie das Vorgelesene auf Kinder wirkt.

Welche Bedeutung die Art des Buches hat, erforschten die Studienautoren im Vorjahr. Das Ergebnis: Das Medium spielt keine Rolle. Es kann das klassische Kinderbuch sein, aber auch ein Tablet oder Computer. Vor allem Väter schätzen demnach neue Technik.