Zahl der Todesopfer durch Streubomben verdoppelt

Durch eigentlich weltweit geächtete Streubomben sind nach einer neuen Schätzung 2016 doppelt so viele Menschen ums Leben gekommen wie im Jahr davor. Insgesamt gab es mindestens 971 Opfer, wie aus dem am Donnerstag in Genf vorgestellten Streubomben-Monitor 2017 hervorgeht.

Die weitaus meisten starben im Bürgerkriegsland Syrien: insgesamt 860. Weitere Opfer gab es vor allem in Laos in Südostasien und im Jemen auf der Arabischen Halbinsel.

Einen Lichtblick vermerkt der Bericht für das vergangene Jahr: Der einzige noch bestehende US-Hersteller von Streumunition, Textron Systems, kündigte 2016 die Einstellung der Produktion an. Die USA gehören wie Russland und China nicht zu den 119 Unterzeichnern des internationalen Übereinkommens zum Verbot des Einsatzes und der Herstellung von Streumunition. Streumunition setzt beim Einsatz zahlreiche kleinere Sprengsätze frei.