Zeitumstellung 2017: Wann beginnt die Winterzeit?

Wird die Zeit vor- oder zurückgestellt? Warum fühle ich mich so schlapp? Und was hilft dagegen? Antworten auf Fragen, die Sie sich schon voriges Jahr gestellt haben. Und jetzt wieder stellen.

Angefangen hat alles mit dem Öl. Vielen ist das gar nicht mehr klar, weil es so lange her ist, 37 Jahre schon. Die Bundesregierung hatte beschlossen, dass Energie gespart und Tageslicht besser genutzt werden müsse, also führte sie 1980 die Sommerzeit ein – als Konsequenz aus der Ölkrise der frühen Siebziger.

Seitdem wird jeden Sommer und jeden Winter an der Uhr gedreht, wird – je nachdem – früher oder später mit Aufstehen, Heizen, Duschen und Kaffeetrinken angefangen.

Völlig unnötig.

Finden zumindest drei Viertel der Deutschen. Sie plädieren dafür, die Zeitumstellung abzuschaffen, wie Umfragen verschiedener Institute zeigen. Viele fühlen sich nach der verkürzten oder verlängerten Nacht schlapp, brauchen einige Tage, um sich an den neuen Rhythmus zu gewöhnen. Warum eigentlich? Was hilft dagegen? Und in welche Richtung wird der Zeiger noch mal gedreht? Fragen, die man sich immer wieder stellt.

1. Die Uhr vor- oder zurückdrehen?

Vielleicht die wichtigste Frage von allen. Sie wird immer am letzten Sonntag im März (Sommerzeit) und am letzten Sonntag im Oktober (Winterzeit) aufgeworfen. Wer die Antwort nie weiß, sollte sich die alte Eselsbrücke merken: Im Frühjahr stellt man die Gartenmöbel vor die Tür, im Herbst stellt man sie zurück in den Schuppen. Am 29. Oktober wird die Zeit also zurückgestellt – streng genommen um 3 Uhr auf 2 Uhr.

Einfacher ist es natürlich, vor dem Einschlafen an der Uhr zu drehen. Oder sich mit einem Smartphone oder einer Funkuhr wecken zu lassen. Die stellen sich automatisch um.

2. Welche Länder stellen die Zeit um?

Vor allem Länder, die in den gemäßigten Zonen der Nord- und Südhalbkugel liegen – also zwischen den Subtropen und der jeweiligen kalten Zone. Dazu gehören alle EU-Staaten. Auch die USA und Kanada unterscheiden zwischen Sommer- und Winterzeit, stellen die Uhr aber an anderen Tagen um als die Europäer.

Viele Länder, die nah am Äquator liegen, haben dagegen nie eine Umstellung eingeführt. Dort geht die Sonne immer zu einer ähnlichen Zeit auf – im Sommer wie im Winter. Zum ersten Mal umgestellt wurde die Zeit im Jahr 1916. Für wenige Jahre führte Deutschland damals die Sommerzeit ein, um Kohle für die Kriegsindustrie zu sparen.

3. Schlafen wir nach der Zeitumstellung besser?

Nein, obwohl die Nacht eine Stunde länger dauert. „Es gibt wenig Belege dafür, dass in dieser Nacht mehr geschlafen wird“, heißt es in einer Studie aus einem Fachmagazin für Schlafmedizin. Auch in den Tagen danach schlafen viele Menschen weniger als sonst, weil sie weiterhin zur gewohnten Zeit aufwachen.