Zwei Tote nach Glatteis-Unfällen

Auf glatten Straßen gibt es bei Temperaturen um den Gefrierpunkt zahlreiche Unfälle. Zwei Menschen sterben. Von Verkehrschaos will die Polizei aber nicht sprechen. Zum Wochenende wird es regnerisch.

Autobahn

 

Glatteis auf den Straßen hat vor allem im Norden und Westen Deutschlands zu zahlreichen Unfällen geführt. In Rheinland-Pfalz und Brandenburg starben zwei Menschen bei Zusammenstößen auf spiegelglatter Fahrbahn. Bei anderen Unfällen blieb es häufig bei Blechschäden, Chaos auf den Straßen stellte sich nicht ein. In den nächsten Tagen bringt ein Tiefdruckgebiet vielerorts reichlich Regen. Im Südschwarzwald etwa können nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) örtlich Wassermengen von bis zu 50 Liter pro Quadratmeter niedergehen.

Viele Schüler in Niedersachsen durften wegen des Winterwetters auch am Freitag zu Hause bleiben, in elf Kreisen und fünf Städten fiel der Unterricht aus. In Mecklenburg-Vorpommern fuhren viele Busse für Schüler nicht. Der Unterricht fand nach Angaben des Bildungsministeriums trotzdem statt. Kinder und Jugendliche, die ihre Schule wegen der Witterungsverhältnisse nicht erreichen konnten, waren aber grundsätzlich entschuldigt.

Ein 59 Jahre alter Autofahrer starb auf einer Landstraße bei Worms in Rheinland-Pfalz. Er war wegen der glatten Fahrbahn gegen einen Baum geprallt. In der Lausitz in Brandenburg starb eine 50-jährige Frau, die beim Überholen mit einem entgegenkommenden Auto zusammenstieß. Auch in Eifel, Hunsrück und Westerwald krachte es häufig, ein Mann wurde in seinem Auto eingeklemmt und schwer verletzt. Bei Unfällen in Schleswig-Holstein verletzte sich ein halbes Dutzend Menschen leicht.

Viel Eis auf den Gewässern gibt es nach wie vor im Nordosten Deutschlands. Auf den Boddengewässern zwischen den Inseln Rügen und Hiddensee gilt seit Freitag ein Eisfahrplan mit weniger Überfahrten. An der Grenze zu Polen und auf der Oder ist erstmals in diesem Winter eine deutsch-polnische Eisbrecherflotte im Einsatz.

Der Vorhersage des DWD zufolge lässt der Niederschlag am Samstag langsam wieder nach, später regnet es nur noch südlich der Donau. Auch im Norden klingen die Schauer ab. Die Temperaturen steigen auf Werte zwischen 3 Grad im äußersten Nordosten und bis 11 Grad am Oberrhein. Im Bergland und an der Nordseeküste kann es dabei stürmisch werden. Bereits in der Nacht zum Sonntag steht dann die nächste Regenfront vor der Tür, im höheren Bergland fällt Schnee.